Zutiefst romantisch, aber keineswegs kitschig

Jaaaa, es gibt sie noch, die Liebe ohne Vampire, gefallene Engel oder hübsche Werwölfe, in die man sich wider jeglicher Vernunft verliebt. Die Sehnsuchtsvolle erzählt die Geschichte der Alchemistentochter Elli, die mit ihrem Vater im 16. Jahrhundert in England lebt.

Elli, auch Lady Eleanor Rodriguez de San Jaime genannt, trägt zwar den Adelstitel ihrer verstorbenen Mutter, muss jedoch auf die Gunst des alten Grafen von Dorset vertrauen, welcher sie und ihren Vater aufgenommen hat, um diesem bei seiner Suche nach der Rezeptur für echtes Gold zu unterstützen. Doch als der Graf stirbt und somit das Regime an seinen Sohn William Lacey überträgt, greift dieser die Gelegenheit beim Schopfe und wirft den exzentrischen Alchimisten mitsamt seiner zwölfjährigen Tochter auf die Straße und überlässt sie sich selbst.

Vier Jahre ziehen ins Land bevor sich der Graf und die Alchemistentochter wieder sehen. Plötzlich ist William gar nicht mehr so abgeneigt von der jungen temperamentvollen Frau, die scheinbar kaum Furcht vor der Obrigkeit, dafür aber ein unvergleichlich loses Mundwerk und einen messerscharfen Verstand hat. Doch wie kann er auch nur daran denken, dieses mittellose junge Ding zu erobern, da es doch eigentlich sein dringendstes Anliegen sein sollte, eine vermögende Adelstochter zu ehelichen, um sich von dem Schuldenberg zu befreien, den sein werter Vater hinterlassen hat?

Abseits vom mystischen Mainstream hat Eve Edwards mit Die Sehnsuchtsvolle einen beachtenswerten historischen Roman für Jugendliche geschaffen, der ans Herz geht und unbestreitbar Lust auf mehr mach

Eve Edwards: Die Sehnsuchtsvolle

2012, Klopp

ISBN: 978-3-7817-0510-4

16,95 €

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